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"Eines Abends kaufte ich eine Mausefalle samt Speck, ging mit dem Instrument ostentativ an dem Portier, dem Hausknecht, dem Geschäftsführer, dem Zimmerkellner und den drei Stubenmädchen vorbei, stellte die Falle im Zimmer auf. Am nächsten Morgen war die Maus drin.
"
Peter Altenberg: Pròdromos



PRESSEMITTEILUNG

Die 20.21 Galerie Edition Kunsthandel GmbH lädt Sie am Freitag, dem 20. September 2002 um 19 Uhr zu der Ausstellungs-
eröffnung Andreas Slominski ein. Der Künstler wird anwesend sein. Die Ausstellung geht vom 21. September bis zum 23. November 2002.

Der 1959 in Meppen geborene Künstler lebt und arbeitet in Hamburg. Die Verleihung des Karl-Ströher-Preises 1996 und des Edwin-Scharff-Preises 2000 sind u.a. Zeichen für Bedeutung und Bekanntheit des Künstlers. Die kunstöffentliche Aufmerksamkeit hervorgerufen haben funktionsfähige Tierfallen, die autonome Skulpturen und konzeptionelle Kunstwerke zugleich sind.

Mit einer kleinen Metallfalle für Wühlmäuse begann 1984 das Interesse des Künstlers an Fallen, die er vorfindet, erwirbt oder aber nach eigenen Vorstellungen anfertigen läßt.

Die Praxeologie des Fängischen ist der Kern des künstlerischen Handelns; die Falle selbst ist Metapher, visualisierter Gedanke, der nicht an eine tradierte oder definierte ästhetische Erscheinungsform gebunden ist.

Slominskis 'Skulpturen', Aktionen, Installationen, ausgestattet mit der ihnen eigenen Logik, stehen nebeneinander in Ausstellungsräumen; und es ist nicht unbeabsichtigt, sollten Sprach- und Handlungslogik des Rezipienten für einen kleinen, aber intensiven Augenblick in den Zustand der Verwirbelung geraten.

Welches "Spiel mit den Zwischenräumen, Zwischenböden, Zwischenwänden, Zwischentönen (bis September 2002) in Gang gekommen ist" (Gerhard Storck), wissen zum gegenwärtigen Zeitpunkt weder Galerie noch Künstler.

Ausstellungsbeteiligung: Das Museum, die Sammlung, der Direktor und seine Liebschaften. MMK, Frankfurt Sept. 2002 - März 2003; Prada Fondazione, Milano 2003.

Wolfgang Schoppmann


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