 | PRESSEMITTEILUNG
Spätestens
nach dem Ankauf des Malerei-Zyklus' "18. Oktober 1977" durch das Museum of Modern
Art, N.Y. und des Auktionszuschlages im Jahre 1998 von 2 Mill. GBP für das Bild
"Domplatz, Mailand 1968" ist Gerhard Richter, abgesehen von vielen hochdotierten
Preisen und Ausstellungen, einer der berühmtesten und teuersten deutschen Künstler
im Weltmaßstab. Die Ausstellung in der Galerie 20.21 zeigt in den Genres Malerei,
Graphik, Objekte und Bücher einen Querschnitt durch die Jahre 1966 - 1992, der
die Gegenständlichkeit gelegentlich streift ( 9 Objekte 1969, Kanarische Landschaften
1971, Wellblech 1968), überwiegend jedoch die Probleme der Abstraktion, das Absehen
von Gegenständlichkeit, die Verweigerung mimetischer Botschaften, die farbigen,
farblosen Grundlagen der Malerei thematisiert(2 Grau übereinander 1966; Stadtbild
1968; Grau 1969, Grau 1974; Haus 1983; Abstraktes Bild 1992). Ein weiterer Schwerpunkt
dieser Ausstellung ist die Präsentation eines vielfältigen Querschnitts durch
das "graphische" Werk Gerhard Richters von 1966 - 1998, für das er ausschließlich
fotomechanische Reproduktionstechniken anwandte(Offset- und Siebdruck, Heliogravure
und Lichtdruck). Der scheinbare Gegensatz von industrieller Technik und künstlerischer
Handarbeit führt zu einem bildnerischen Reichtum, der die Grenzen des Mediums
"Druckgraphik" verschoben hat. Hubertus Butin, der Autor des Werkverzeichnisses
der Richterschen Druckgraphik wird am 9. April um 18:30h einen Lichtbildvortrag
halten mit dem Thema: Anmerkungen zum künstlerischen Produktionsprinzip Gerhard
Richters. Wolfgang
Schoppmann
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