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"Sie
sagt immer, daß sie das Abnorme nicht leiden könne, es sei
so durchsichtig.
Das Normale, sagt sie, sei auf so viel simplere Art kompliziert und
deshalb interessant."
Gertrude Stein
Pressemitteilung
Am Freitag, dem 25.
Mai 2001 um 19 Uhr eröffnet die Galerie 20.21 eine Ausstellung mit den
fotografischen Arbeiten von Jitka Hanzlová (*1958 in Náchod/Tschechische
Republik, lebt und arbeitet in Essen).
Dem Betrachter wird in der Ausstellung ein nahezu vollständiger Überblick
über das bisherige Werk der Künstlerin geboten. Gezeigt wird eine Auswahl
aus den Fotozyklen "bewohner" (1996) und "Rokytník" (1997), sowie alle
53 Portraits der jüngsten Serie "Female" aus den Jahren 1997 bis 2000.
Hierzu hat Jitka
Hanzlová Frauen aus den verschiedensten Kulturen der USA und Europa
auf der Straße angesprochen und direkt aus dieser Situation heraus fotografiert.
Ob Alexandra auf Coney Island oder Erika aus Chelsea - alle Fotos zeigen
in dokumentarisch anmutender Manier, ohne aber klassifikatorische Absicht
erkennen zu lassen, im einheitlichen Hochformat Frauen verschiedensten
Alters in Halb- oder Dreiviertelfigur. Die formale Strenge dieser Fotoserie
läßt auf den ersten Blick keinerlei Intimität entstehen. Hinweise auf
Identität, Beruf und Lebensumstände fehlen gänzlich. Gerade diese Rahmenbedingungen
schaffen Betrachtern Interpretationsfreiräume. Den Portraitierten ermöglicht
ihre Anonymität, sich durch Position oder Haltung einer wahrheitsgemäßen
Interpretation ihrer Person zu entziehen. Vor einem spärlich gehaltenem
Hintergrund fängt Hanzlová dennoch einen intimen Moment jeder einzelnen
Persönlichkeit ein.
Dominique Jagusch
& Alice Franz
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