Galerie 2021

Kontakt
Archiv
Kunsthandel
Editionen
Antiquariat
Doug Hall
 
 


"Man sieht nur das, was man erkennt,
und man erkennt nur das,
was man im Kopf hat."
Alphonse Bertillon


PRESSEMITTEILUNG

Am Freitag, dem 14. September 2001, eröffnet die 20.21 Galerie um 19 Uhr eine Ausstellung mit 25 meist großformatigen fotografischen Arbeiten von Doug Hall (*1944, lebt und arbeitet in San Francisco), die im Zeitraum von 1989 bis 2000 entstanden sind. Der amerikanische Künstler, der sich seit Mitte der siebziger Jahre unterschiedlichster Medien und Kunstformen wie Installation, Performances oder Video bedient, setzt sich intensiv mit menschlichen Wahrnehmungsmustern auseinander.

Die Bilder nehmen zunächst durch ihre Schönheit für sich ein. Mit dem Gestus einer Bestandsaufnahme greift Hall Sequenzen aus Landschaften, Großstädten, Innenräumen oder Archiven heraus. Wir sehen Gebäude, die durch ihre Symmetrie und Ordnung bestechen. Aufnahmen scheinbar unberührter Wälder, Flüsse oder Landschaften laden uns zum Genuß ein. Ein zweiter Blick verweist auf Spuren, die Menschen hier hinterlassen haben. Kleine ins Grüne gegrabene Schneisen oder Abfälle, die eher unscheinbar am Straßenrand liegen, werden erst beim genauen Hinsehen offenbar.

So zeigt der scheinbar unspektakuläre Blick Doug Halls die Folgen unserer kulturellen wie ökonomischen Praxis auf, für die wir als ihre Agenten "blind" geworden sind. Dieses läßt sich innerhalb einer Stadtarchitektur ebenso finden wie in vermeintlichen "Naturaufnahmen".

Vom 29. September bis zum 1. Dezember 2001 findet eine umfangreiche Retrospektive des fotografischen Werks im Museum von Bellvue, Washington, statt.

Dominique Jagusch & Alice Franz

Kontakt | Archiv| Editionen | Antiquariat | Impressum