 | "Wahrheit
vergiß mich." Alvaro de Campos
"I
go weak in the presence of beauty" A. Moyet
PRESSEMITTEILUNGDie
Galerie zeigt eine subjektive, augenlustbetonte Auswahl der Malerei am Ende des
20. Jahrhunderts. In immer kürzer werdenden Zeitabschnitten totgesagt, erweist
sich die Malerei, besonders in der Praxis ihrer jüngsten Vertreter, als sprühend
lebendiges Medium im Angesicht der digitalen Konkurrenz. Substantialistische Vorstellungen
vom ,Wesen der Malerei' sind nicht die Grundlage dieser Ausstellung, sondern eher
sommerliche Vorstellungen einer Malerei der offenen reichhaltigen Möglichkeiten
malerischer Wahrnehmung und Ausdrucksformen unter Einschluß (de-)konstruktivistischer
Reflexion ihrer Produktionsbedingungen. Bewußt ist auf die Einbeziehung der ,Schwergewichte'
der Gegenwart (Richter, Polke, etc.) verzichtet worden, um Raum zu haben für nachgesuchte
(P. Doig, S. Morris, E. Peyton, F. Rae, L. Tuymans, etc.) oder zu entdeckende
(M. Baer, K. H. Barath, P. Housley, R. Root, etc.) ,junge' malerische Positionen.
Einige Künstler waren beteiligt an der gerade zu Ende gegangenen Ausstellung ,Greater
New York' im P.S. 1, New York (R. Root, L. Ruyter, E. Peyton); ein anderer ist
vorgeschlagen für den Preis der Nationalgalerie Berlin (D. Skreber). Der Besucher
der Ausstellung wird viele Möglichkeiten der Perspektivierung seiner Wahrnehmung
haben; auf eine sei besonders hingewiesen: ein Vergleich der Portraits der 35-jährigen
E. Peyton und des 71-jährigen R. Trögers. Wolfgang
Schoppmann
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