Galerie 2021

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"Wahrheit vergiß mich."
Alvaro de Campos

"I go weak in the presence of beauty"
A. Moyet

PRESSEMITTEILUNG

Die Galerie zeigt eine subjektive, augenlustbetonte Auswahl der Malerei am Ende des 20. Jahrhunderts. In immer kürzer werdenden Zeitabschnitten totgesagt, erweist sich die Malerei, besonders in der Praxis ihrer jüngsten Vertreter, als sprühend lebendiges Medium im Angesicht der digitalen Konkurrenz. Substantialistische Vorstellungen vom ,Wesen der Malerei' sind nicht die Grundlage dieser Ausstellung, sondern eher sommerliche Vorstellungen einer Malerei der offenen reichhaltigen Möglichkeiten malerischer Wahrnehmung und Ausdrucksformen unter Einschluß (de-)konstruktivistischer Reflexion ihrer Produktionsbedingungen. Bewußt ist auf die Einbeziehung der ,Schwergewichte' der Gegenwart (Richter, Polke, etc.) verzichtet worden, um Raum zu haben für nachgesuchte (P. Doig, S. Morris, E. Peyton, F. Rae, L. Tuymans, etc.) oder zu entdeckende (M. Baer, K. H. Barath, P. Housley, R. Root, etc.) ,junge' malerische Positionen. Einige Künstler waren beteiligt an der gerade zu Ende gegangenen Ausstellung ,Greater New York' im P.S. 1, New York (R. Root, L. Ruyter, E. Peyton); ein anderer ist vorgeschlagen für den Preis der Nationalgalerie Berlin (D. Skreber). Der Besucher der Ausstellung wird viele Möglichkeiten der Perspektivierung seiner Wahrnehmung haben; auf eine sei besonders hingewiesen: ein Vergleich der Portraits der 35-jährigen E. Peyton und des 71-jährigen R. Trögers.

Wolfgang Schoppmann

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